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Die Tiefsee in Wien (16.09.2011)

Neue Attraktionen im Haus des Meeres

Eine neue Attraktion im Haus des Meeres gewährt ab sofort Einblick in die Tiefsee. Das neue Aquarium beherbergt unter anderem die Stachelschweinkrabbe, Tannenzapfenfische sowie Japanische Riesenseespinnen.

Die Stars im Tiefseebecken sind die Japanischen Riesenseespinnen. Es handelt sich dabei in Wahrheit nicht um Spinnen, sondern um die größte lebende Krebsart. Die Beinspannweite der in Wien zu bestaunenden Exemplare beträgt mehr als einen Meter. Die Seespinne kann bis zu 20 Kilo schwer werden. Weit kleiner, aber nicht minder originell, ist die Stachelschweinkrabbe. Sie ist, wie der Name schon sagt, am ganzen Körper mit Stacheln bedeckt.

In freier Wildbahn sind diese Tiere nur mittels U-Boot zu besuchen. Sie leben mindestens einige hundert Meter unter der Meeresoberfläche. Im Haus des Meeres reicht eine Liftfahrt in den fünften Stock, wo sich das neue Tiefseeaquarium befindet. Es ist mit 12.000 Litern Wasser gefüllt, wobei die technische Herausforderung vor allem im Management der Temperatur liegt.

Diese darf nämlich nie über 14 Grad steigen, wie Direktor Michael Mitic betonte. Dafür sorgt ein Kühlsystem mit einem Wärmespeicher aus Titan. Auch eine spezielle Scheibe war aufgrund des Temperaturunterschiedes zwischen Aquarium und Umgebung nötig. Auf dieser bildet sich kein Kondenswasser, das ansonsten die Sicht einschränken würde.

Einige Unterschiede zum natürlichen Lebensraum gibt es für die Tiere. Sie ernähren sich nämlich in der Natur meist von Partikel, die aus weiter oben gelegenen Regionen absinken. Dabei handelt es sich vor allem um Aas und Ausscheidungen. Im Vergleich dazu ist das Leben im Haus des Meeres luxuriös: Sogar frischer Tintenfisch steht auf dem Speiseplan.

Die Herstellung spezieller Druckverhältnisse war laut Mitic ebenfalls nicht notwendig. Die Tiere sind in der Lage, sich an die Verhältnisse an der Oberfläche anzupassen.

Einen weiteren Unterschied zum natürlichen Lebensraum gibt es noch: Statt der dort vorherrschenden völligen Dunkelheit ist die neue Attraktion beleuchtet, wenn auch nur spärlich. Gekostet hat die Errichtung des Aquariums rund 180.000 Euro.

Haus des Meeres Aqua Terra Zoo
Fritz Grünbaumplatz 1
1060 Wien
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Quelle: ORF.at
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