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 Ein Museum nur für Taucher! (25.11.2009)
Mexiko plant großes Unterwassermuseum
Verbote, Einschränkungen und Kontrollen sind meist das Mittel der
Wahl wenn es gilt, Korallenriffe vor dem Andrang allzu vieler, zum Teil rücksichtsloser Taucherurlauber zu schützen. Eine sinnvolle
Alternative versucht man jetzt an Mexikos Karibikküste umzusetzen.
Im Nationalpark Quintana Roo auf der Yucatan-Halbinsel soll
demnächst ein großes Unterwassermuseum einen Teil der
örtlichen Tauchtouristen anlocken und so die benachbarten
Korallenriffe schonen. Jaime Gonzalez, Direktor des Nationalparks: "Das Unterwassermuseum wird zahlreiche
Touristen anziehen, so dass unsere natürlichen Riffe eine kleine
Atempause erhalten."
Maya-Krieger-Skulpturen und andere bis zu vier Meter große
Menschenfiguren sollen im November versenkt werden. Nach der
Fertigstellung wird das Museum das weltweit größte seiner
Art sein und
rund 400 Figuren umfassen.
Die künstlerische Leitung des Projekts liegt bei Jason de Caires Taylor, dem Schöpfer des ersten Unterwasser-Skulpturenparks der
Welt, der vor Grenada liegt. Auch andere Künstler werden an dem
Projekt mitarbeiten. (Bildmaterial
aus UW-Park Grenada).
Die Fertigung der Unterwasserfiguren erfolgt aus PH-neutralem Beton. So
können sich Algen und wirbellose Tiere rascher auf den Skulpturen
ansiedeln. Später sollen auch Fische und andere Meeresbewohner zu
festen Bewohnern des Unterwassermuseums werden.
Endziel ist es, das Museum
in das regionale Ökosystem zu integrieren. Die ständige
optische Veränderung der Skulpturen durch Algen- und
Korallenbewuchs wird obendrein als künstlerisch interessanter Effekt
betrachtet.
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 |  Fotografiert von : Bernhard Jackenkroll | |





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