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 Schweinswalsichtungen bitte melden! (01.04.2010)
Hightech-Belauschung mit Klickdetektoren
Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine und die
Naturschutzbehörde Landkreis Wesermarsch bitten dieses Jahr wieder
um Meldungen von Schweinswalsichtungen. Seit 2007 sind insgesamt 118
Schweinswale während 66 Sichtungen in der Weser gemeldet worden.
Meist sind die Kleinen Tümmler allein unterwegs (62% aller
Sichtungen), manchmal schwimmen sie zu zweit (27%), ganz selten gab es
sogar Beobachtungen von großen Gruppen mit bis zu 8 Tieren.
Vor allem im Blexer Bogen zwischen Bremerhaven und Nordenham und bei
Brake wurden die Meeressäuger häufig gemeldet. Manche der
kleinen Wale mit stumpfer Schnauze und dreieckiger Rückenfinne
schwimmen aber auch bis nach Bremen.
Gute Beobachtungschancen bestehen von Ende März bis Ende Mai,
danach verschwinden die Schweinswale wieder aus der Weser.
Nun soll genauer untersucht werden, wo sie sich bevorzugt aufhalten und
warum. Hierzu benötigt die Gesellschaft zur Rettung der Delphine
die Unterstützung aller, die auf oder an der Weser unterwegs sind
und ein bisschen Muße und Interesse haben, nach den meist
schwierig zu entdeckenden Meeressäugern zu schauen.
Zum Eintragen der Sichtungsdaten und für nähere Informationen
zur Erkennung kann ein Meldebogen von der Internetseite des Vereins (www.weserwale.de )
heruntergeladen werden kann.
Ergänzend zum Sichtungsmeldeprogramm, das immer von der Anzahl
freiwilliger Beobachter und viel Glück abhängt, werden heute
zwei Klickdetektoren (C-PODs) in der Fahrrinne der Weser installiert,
die die Ultraschalllaute der Schweinswale aufzeichnen und etwas mehr
über die räumlich-zeitliche Verteilung und eventuell den
Grund des Besuchs Aufschluss geben sollen. Es wird vermutet, dass die
Kleinen Tümmler Fischschwärmen folgen, die zum Ablaichen aus
der Nordsee in die Weser schwimmen. Auch in der Ems, Jade und Elbe
wurden in den letzten Jahren zunehmend Schweinswale gesichtet, ebenso
wie entlang der gesamten niedersächsischen und
niederländischen Küste.
Jede Sichtungsmeldung ist wertvoll und hilft, den Lebensraum der
Schweinswale näher zu bestimmen und so gezielter zu ihrem Schutz
beitragen zu können.
Vorsorglich werden Motorbootfahrer gebeten, auf Schweinswale zu achten
und auf hohe Geschwindigkeiten in Uferbereichen zu verzichten, da die
Gefahr eines Zusammenstoßes mit den kleinen Walen besteht und
diese durch die verursachten hohen Wellen stranden können.
Wiederholt fanden Spaziergänger trocken liegende Tiere, einige
konnten gerettet und rechtzeitig wieder ins Wasser zurückgebracht
werden.
Das Projekt wird unterstützt von der Deutschen Umwelthilfe.
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 |  Fotografiert von : Stefan Brückner | |





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