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 Sicherheitsworkshop am Roten Meer (07.04.2009)
Kaum ein Thema bewegt die Taucher hierzulande mehr als ihre Sicherheit
auf Tauchsafaris. Von den Veranstaltern wird viel erwartet und diese sind
zumeist auch willig zu investieren. Doch - was macht wirklich Sinn und was
schafft nur eine trügerische Sicherheit? Um diese Fragen zu diskutieren
fand von 26.3. bis 2.4.2009 ein Workshop am Roten Meer statt.
Angereist waren Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Neben eingeladenen Journalisten und Fachvortragenden wurden auch 20 Plätze
verlost. Auf zwei Schiffen der Divers Heaven Fleet, der M/Y "Harmony" und
M/Y "Freedom" ging es von Port Ghalip aus in Richtung Süden, der Sonne
entgegen. In den abendlichen Workshops wurden folgende Themen behandelt:
- Allgemeine Sicherheit beim Tauchen
- Wie vermeidet man unentdeckt abgetrieben zu werden?
- Überleben auf offener See
- Ortungssysteme - Sinn und Unsinn- aber Werbewirksam allemal!
- Persönliche Voraussetzungen für Tauchsafaris
- "Böse" Safariboote, "gute" Tagesboote? (Extremfall: Knapp zwei
Stunden im Zodiak zum Tauchplatz...)
- Schiffssicherheit (Feuer, Kollision, Seemannschaft, ...)
- Erkrankungen und Erste Hilfe an Bord
- Schiff gesunken, alle überlebt- Wie geht es weiter?
- Satellitenkommunikation (Tracking, Telefonie, Internet, Notrufe)
uvm.
Was ist dabei herausgekommen?
In den teils intensiven Diskussionen kristallisierte sich eines deutlich
heraus. Nicht nur der Touranbieter oder der Tourguide haben Verpflichtungen!
Auch der Teilnehmer an Tauchsafaris hat sich an die festgelegten Spielregeln
zu halten.
- Maximale Tauchzeiten, meist 60 Minuten, sind keine Gängelei sondern
dienen der Sicherheit der Taucher. Nur so können "Überfällige"
bzw. Vermisste rasch erkannt werden und eine Suche gestartet werden.
- 40 Meter sind genug!
- Disziplin kann Leben retten!
- Der Umgang mit einer Deko-Boje (SMB) muss beherrscht werden- speziell
das "schießen" dieser. Das Setzen dieser macht bereits beim Sicherheitsstopp
Sinn.
- Der Umgang mit der Boje sollte Inhalt des Checkdives sein.
- Notfallsysteme wie "Enos" haben ihre Daseinsberechtigung am Land und
am Wasser. Einige Ortungssysteme scheiden aber durch ihre mangelnde Tauchtauglichkeit/Wasserdruckbeständigkeit
oder zu geringe Reichweite aus.
- Gegen das Dekobierchen am Abend hat keiner etwas- Volltrunken in die
Koje und am nächsten Tag verkatert und mit reichlich Restalkohol in
Wasser aber sehr wohl!
- Das Tauchgebiet soll während des Tauchganges von einer kompetenten
Person beobachtet werden. (Fernglas/Funkgerät)
- Während der Tauchgänge müssen die Zodiaks einsatzbereit
sein. Eine Funkverbindung zum Safarischiff erleichtert die Koordination der
Schlauchboote wesentlich.
- Mit einem Feuerlöscher sollte jeder umgehen können.
- Gute Erste Hilfe Kenntnisse sollte jeder Taucher ohnehin besitzen.
- Schulung und Fortbildung der Bootsbesatzungen haben nicht nur eine
soziale Funktion, sie ermöglichen es der Besatzung, Zusammenhänge
mit Tauchen und Sicherheit zu verstehen.
Zusammenfassend kann schon jetzt gesagt werden, dass viele gute Ideen auftauchten
und diskutiert wurden. Manche Themen kontrovers und teils recht emotionell.
Von der "harten Arbeit" konnten sich Geist und Körper der Teilnehmer
beim Tauchen entspannen- beim unerreicht leckeren Essen an Bord der Heaven-Fleet
ohnehin!
Die komplette Aufarbeitung und Auswertung der Ergebnisse und Aktivitäten
der Arbeitsgruppen von beiden Schiffen wird in einer der nächsten Ausgaben
von "DiveInside" zu lesen sein!
Divers Heaven Fleet: www.diversheaven.de
Sicherheit auf Safarischiffen: www.taucher.net/redaktion/71
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 |  Fotografiert von : Stefan Brückner | |





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