Zu unserem "Foto des Monats", haben wir diesmal dieses faszinierende Zusammenspiel eines Schwarms gestreifter Korallenwelse (Plotosus lineatus) gewählt. Und damit sagen wir "Herzlichen Glückwunsch" und vielen Dank an die Fotografin - Daniela.
Das Foto wurde gemacht mit meiner Ersatzkamera, der guten alten Olympus C4000 Zoom im PT-10 da meine Neue den Geist aufgegeben hat.
Neu hinzugekommen ist ein externer Blitz - der Inon D2000.
Das Bild entstand im Rahmen meiner 3-wöchigen Island-Hoppings Tour mit den Sea Explorers auf den Philippinen (Visayas) und zwar ganz genau auf Moalboal am Spot "Copton Point".
Gerne möchten wir Euch auch ein paar Eckdaten zu diesen possierlichen und beeindruckenden Tieren geben:
Die Familie der Plotosidae besteht aus 32 Arten, unterteilt in 9 Gattungen. Zu finden sind diese Fische vom Roten Meer bis zum Pazifik. Sie leben in Tiefen bis 35 Meter auf Sand-, Weichböden und Lagunen.
Die Besonderheit beim gestreiften Korallenwels ist außerdem, dass er der einzige Wels ist, der auch in Korallenriffen lebt. Wie die meisten Welse ist auch der gestreifte Korallenwels schuppenlos.
Die adulten Tiere verstecken sich tagsüber in Spalten, Riffen und Höhlen und kommen erst zur Dämmerung oder in der Nacht zum fressen aus ihrem Versteck. Jungtiere, wie auch auf unserem prämierten Foto zu sehen sind, vereinen sich zu "rollenden Kugeln", die auch mal bis zu 1000 Tiere stark sein können. Durch das Bilden solcher Schwärme sind sie für Räuber nicht so leicht als Kleinfisch zu identifizieren und hoffen somit geschützter vor ihren Fressfeinden zu sein.
Die Nahrung der Welse besteht meist aus Fischen, Krebsen, Weichtieren und Sinkstoffen.

Zur Fortpflanzung:
Welse graben Sandgruben, in die sie dann ihre Eier legen. Der Schlupf der ca. 6-7mm Tiere erfolgt nach 8-10 Tagen. Nach dem Schlupf leben die Jungtiere meist "pelagisch", das heißt im uferfernen Freiwasserbereich oberhalb der Bodenzone, bis sie dann zum Bodenleben übergehen.
Auch wenn es sich um eine sehr bewegende Begegnung handelt, auf diese Tiere beim Tauchen zu treffen, so ist doch äußerste Vorsicht geboten! Korallenwelse besitzen Giftdrüsen in den Stacheln der Rücken und Bauchflossen. Dieses Gift verursacht starke Schmerzen (vergleichbar einem Wespenstich), welche bis zu 2 Tagen anhalten können und auch schon zu Todesfällen geführt haben. Erste Hilfe nach so einem Stich sollte sofort sehr heißes Wasser sein, mit dem die toxischen Proteine zerstört werden.
Deshalb genießt dieses, nicht so häufig anzutreffende Schauspiel der "rollenden Kugel" bitte nur aus gebührender Entfernung!!!
Hier etwas Literatur zu dem Thema:
W. Fiedler: Gestreifter Korallenwels (Plotosus lineatus), in Koralle, Meerwasseraquaristik-Fachmagazin,Nr. 41, Oktober/November 2006, ISSN 1439-779X
Also, noch einmal Vielen Dank an Daniela für diese gelungene Aufnahme!
Die Foto-Gruppe
Silvana, Gunther, Harry und Uli
Die letzten Fotos des Monats:
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