
Zu unserem "Foto des Monats" haben wir diesmal einen ganz besonders fransigen Gesellen gewählt Dabei handelt es sich um einen "Zottigen Anglerfisch" (
antennarius hispidus), oder auch "Shaggy Frog" genannt.
Und damit sagen wir "Herzlichen Glückwunsch" an den Gewinner Frank Donath.
Frank Donath: Mit dem Tauchen begannen meine Frau und ich im April 1999 in der Ostsee, sind also auch überzeugte Kaltwassertaucher. In wärmeren Gefilden wurden seitdem auch Ägypten, Curacao Bonaire, die Kanaren, Malediven, Philippinen, Malaysia, Thailand und Indonesien betaucht.
Schwerpunkt liegt jedoch in Norwegen, das wir regelmäßig mit Wohnmobil und Tauchgerödel besuchen. Hier sind wir gern bei meinem Namensvetter und Partner vom
www.norway-team.com. Ausbildungsstand ist PADI Rescue incl. Nitrox, sowie Inhaber diverser Spezialbrevets und etwas über 400 Tauchgänge.
Ich bin inzwischen 50 Jahre jung und begann vor 35 Jahren mit meiner ersten Spiegelreflexkamera "über Wasser". Die mögliche Entwicklung der Digitalfotografie völlig unterschätzt, probierte ich es ab 2002 mit einer analogen MX-10 unter Wasser. Meine Frau wollte nicht nachstehen und legte sich die o.g. CANON zu. Nach beeindruckenden Ergebnissen überzeugt, benutzen wir nun auch eine CANON IXUS 65. Die Ergebnisse unserer Unterwasserfotografie kann man sich auf meiner Homepage
www.norway-team-hamburg.de anschauen.
Während eines einwöchigen Aufenthaltes im Kikisi-Resort, nördlich von Manado
(Indonesien), hatten meine Frau und ich die Gelegenheit an einer 3-Tages-Boots-Safari rund um Nordsulawesi zur Lembeh-Strait teilzunehmen. Nur wir beide, dazu zwei Bootsmänner, unser Guide und 30 gefüllte Pressluftflaschen ließen optimale Tauchgänge erwarten. So entdeckten wir dann auch fast alles, was das Taucherherz bezüglich "Critters" höher schlagen lässt. Diesen "knuffigen" Gesellen entdeckten wir bei unserem ersten Nachttauchgang in der Lembeh-Strait am Tauchplatz "Jahir", einer kleinen Bucht in der wir für die Nacht vor Anker lagen.

Die Aufnahme entstand mit einer CANON IXUS 500 Digitalkamera mit Unterwassergehäuse WR-DC800 ohne externe Lichtquelle, im Automatikmodus mit Blitz und Streuscheibe.
Und nun möchten wir Euch noch ein paar Infos zu diesen Fischen geben:
Die Anglerfische oder auch Fühlerfische (antennenariidae) gehören zu den "Armflossern", einer Gruppe von "echten Knochenfischen". Es gibt 44 bekannte Arten dieser plumpen, doch immer gut getarnten und sehr kurios aussehenden Fische.
Lebensraum:
Anglerfische leben im flachen Wasser tropischer und subtropischer Meere. Sie sind schuppenlos und das typische Hauptmerkmal ist die, aus dem ersten Hauptstrahl gebildete, "Angel (illicium) mit dem Köder (esca).Die Färbung ist oftmals ausgesprochen prächtig und auch innerhalb einer Art sehr variabel und schwer zu unterscheiden. Die Farbpalette reicht dabei von bunt über Weiß, Rot, Gelb, Grün oder auch Schwarz. Das Maul ist groß und schräg gestellt und mit Gaumenzähnen besetzt. Genauso wie Kugelfische haben auch Anglerfische die Möglichkeit sich aufzublasen. Dies geschieht durch Aufnahme von Wasser in den Magen.
Tarnung:
Die Gestalt des Anglerfisches dient nur einem Zweck: der Tarnung. Dabei gaukeln sie der potentiellen Beute mit ihrer "Angel" eine Nahrungsquelle vor.
Fortbewegung:
Anglerfische sind Standorttreu. Sie liegen die meiste Zeit, auf Beute wartend, still auf dem Meeresgrund. Sobald eine Beute erspäht wurde, nähern sie sich ihr, durch Fortbewegung mit Hilfe der Brust- und Bauchflossen.
Nahrung:
Zur Nahrung gehören unter anderem Garnelen und Fische. Mit Hilfe des "Köders", welcher leicht zuckend über dem Maul bewegt wird, werden neugierige Fische angelockt. Kommt der Fisch dann zum inspizieren nah ran, gibt es für ihn schon kein Entkommen mehr. Der Beutefang selbst, geschieht durch das schnelle Aufreißen des Maules, wodurch sich das Volumen bis auf das Sechsfache vergrößern kann und ein Unterdruck erzeugt wird. Die Beute wird dadurch regelrecht ins Maul gesogen. Das dabei aufgenommene Wasser strömt dann über die Kiemen wieder nach außen.
Fortpflanzung:
Anglerfische sind "Freilaicher". Die Weibchen legen einige tausend winzige Eier, in eine gelatineartige Masse. Nach dem Schlupf ernähren sich die 0,8 - 1,6 mm großen Larven noch ca. vier Tage vom Dottersack, dann leben sie ein bis zwei Monate "planktonisch".
Gratulation an Frank für dieses tolle Foto.
Die Foto-Gruppe
Silvana, Gunther, Harry und Uli
Die letzten Fotos des Monats:
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